T ü r k e i


 

 

 

 

Blaue Reise Kemer - Kas - Antalya vom 24.08. - 31.08.2003
anschließend Hotel Calimera Hydros Village in Kemer bis 14.09.2003

Teil 1

 

Dieses Jahr hatten wir ursprünglich geplant, ein komplettes Schiff für 2 Wochen zu chartern.
Da jedoch leider kurz vor der Buchung zu viele wieder abgesprungen sind, haben wir vier "Übriggebliebenen" uns dann entschlossen, dass wir zumindest zusammen eine Woche Blaue Reise machen und - teilweise - dann noch einen Hotelaufenthalt dran hängen. 

Wir hatten über unser Reisebüro (nochmal danke, liebe Andrea) vorab schon per Fax anfragen lassen, ob wir denn wieder auf "unser" Schiff zu "unserer" Besatzung können. Es wurde uns insoweit für den Fall zugesagt, dass genügend Kabinen für unseren Zeitraum gebucht werden. Voller Spannung und Vorfreude stiegen wir vier also sonntags nachmittags in den Flieger nach Antalya. Anfangs lief alles planmäßig - d.h. wir fuhren mit dem Bus nach Kemer, ließen dort erst Mitreisende am Hotel raus und fuhren weiter Richtung Hafen. Aber dann wurde alles ein wenig eigenartig ....

Wir stiegen am Hafen aus dem Transfer-Bus aus, jedoch ließ man uns nicht ins Hafengelände rein, sondern lotste uns direkt in einen Kleinbus. Zwei freundliche türkische sprechende junge Männer luden unser Gepäck ein (wir hatten Riesen-koffer für 3 Wochen Aufenthalt !!!) und erklärten uns, dass sie uns zu "unserem" Schiff, der JENER I und zu "unserem" Salih Kaptan bringen. Es sei nicht weit, nur gerade bis zu nächsten Bucht ...... .

Wir also frohgelaunt in den Bus und los ging es. Wir fuhren - und fuhren - und fuhren .....
Leider war es schon dunkel, sonst hätten wir sicher ausgiebig die Gegend bewundern können, denn es ging ein gutes Stück hoch in die Berge.
Es verging 1 Stunde - keine Bucht und kein Schiff in Sicht. Es verging eine weitere Stunde - wir hatten langsam ein wenig Hunger, verhielten uns aber ruhig und dachten, es wird schon alles so richtig sein. Die beiden jungen Männer hatten zwischendurch schon mehrmals nach dem Weg gefragt und auch schon ein paar mal wieder die Richtung geändert - aber auch das beunruhigte uns irgendwie gar nicht. Nur der Hunger und die Lust nach einer Zigarette quälten uns ein wenig. Nachdem dann geklärt war, dass wir im Bus rauchen durften, machten wir es uns wieder bequem und warteten weiter ab.
Nach ungefähr 2,5 Stunden Fahrt näherten wir uns der Bucht von Adrasan. Einer der beiden Männer telefonierte inzwischen mit Hakan, unserem Schiffsjungen. Soweit wir verstehen konnten, lag die JENER I wohl in der Bucht und Hakan würde uns mit dem Beiboot abholen.
Oh je .... das ganze Gepäck, wie soll das nur gut gehen ???

Es stimmte tatsächlich: Wir wurden von Hakan mit samt unseren Koffern in das Beiboot "verfrachtet" und zum Schiff gebracht. Nachdem es tatsächlich irgendwie gelungen war, das ganze Gepäck über die Außenleiter des Schiffes an Bord zu bringen, gab es erstmal eine ausführliche Begrüßung und Salih zeigte uns das Fax und erzählte uns, dass er wie ein Löwe um unsere Kabinen gekämpft hat. Die Reise hatte nämlich schon 2 Tage vorher begonnen, aber er hat tatsächlich durchgesetzt, dass wir trotzdem zu ihm kommen. Wir haben uns riesig gefreut. Unser Hunger wurde dann auch noch gestillt, da Hakan uns mitten in der Nacht (es war zwischenzeitlich ca. 24.00 Uhr geworden) noch ein leckeres Omelett mit frischen Tomaten, Gurken und lecker ekmek zauberte, so dass ab diesem Zeitpunkt unser Urlaub beginnen konnte.

Wir hatten dann wie immer herrliche Tage an Bord. Mit den Mitreisenden hatten wir wieder einmal viel Glück und haben eine schöne Zeit gemeinsam verbracht. In Finike durfte natürlich der Besuch im Hamam nicht fehlen. Auch diejenigen, die zum ersten Mal ein Hamam besucht haben, waren nachher absolut begeistert. Da die Tour ja schon 2 Tage vor unserem Eintreffen begonnen hatte, durften wir die letzten beiden Tage unserer Reise den Luxus genießen, nur mit der Crew das Schiff zu teilen. Es waren zwei unvergleichlich und unvergesslich schöne Tage, die uns sicher noch sehr lange in Erinnerung bleiben werden.

Abweichend von der "normalen" Route hatten wir dann noch eine Übernachtung im (neuen) Hafen von Antalya und starteten von dort aus zu einem Besuch der Altstadt von Antalya. Obwohl es an diesem Tag über 40 Grad waren, wollten wir natürlich Gerd und René den traumhaften Blick auf den alten Hafen von Antalya nicht vor-enthalten. Dann bummelten wir noch durch schönen Gässchen der Altstadt und besuchten dort einen lieben Freund aus dem Türkei-Forum in der Camel Pension, den wir bis dahin nur "via Internet" kannten. Alles in allem war auch dies ein sehr schöner Tag, auch wenn die Taxifahrt zurück zum Hafen schon starke Nerven verlangte. Selbst wenn man an das Autofahren in der Türkei gewöhnt ist, ließ einem dieser Taxifahrer doch so manches Mal den Atem stocken. Mit seinem Teeglas in der Hand (er hatte ja schließlich noch eine Hand zum lenken und schalten und rumwinken) und ohrenbetäubend lauten Dudu-Klängen aus dem Radio, war es ihm wichtiger, seinen Kopf ständig zu uns auf den hinteren Plätzen zu drehen, als mal auf den Verkehr zu achten - und das mitten im Stadtverkehr von Antalya .... Aber auch das ist letztendlich alles gut gegangen und er hat uns unversehrt wieder zu unserem Schiff gebracht.

 

Fortsetzung - Teil 2