Chris de Burgh

 

Konzert am 06.11.2004 in der Dortmunder Westfalenhalle

 

Artikel in der nrz am 08.11.2004

 

Chris de Burgh feiert Karrierestart in Dortmund


 

 

Chris de Burgh bei seinem Konzert in Dortmund
 zum 20-jährigen Bühnenjubiläum.

 

Dortmund (dpa) - 20 Jahre nach seinem ersten großen Konzert in Dortmund ist Chris de Burgh triumphal in die Westfalenhalle zurückgekehrt. 7500 Zuschauer feierten den Pop-Barden am Samstagabend bei seinem Jubiläumsgastspiel in der ausverkauften Arena. Der in Irland lebende Sänger hat in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Welthits wie »Lady in Red« oder »Don't Pay The Ferryman« gelandet und rund 40 Millionen Platten verkauft.

07.11.2004   dpa

 

 

Artikel in der Westfälischen Rundschau am 08.11.2004

Chris mit 7000-stimmiger Band

 

Wurde bei seinem Konzert auch beschenkt - wie hier mit dem Bild eines jungen Fans. (WR-Bild: Franz Luthe)

 

Dortmund. Konzertmarathon in der Dortmunder Westfalenhalle. Drei Stunden stand ein Ire dort am Samstag auf der Bühne. Alleine. Ohne Band. Ein Mann, eine Gitarre, ein Piano - und 7000 begeisterte Zuschauer. Chris de Burgh feierte sein 20-jähriges Bühnenjubiläum in Deutschland.

Es war im November 1984, als der damals 36-jährige sein erstes großes Deutschland-Konzert in der Westfalenhalle gab. Seitdem schwärmt de Burgh von dem Kuppelbau an der B 1 als "beste Halle der Welt". "Ein anderer Ort für das Jubiläumskonzert", hatte Chris de Burgh im Vorfeld klargestellt, "kommt nicht in Frage." Es werde, versprach der Sänger, "ein Konzert mit vielen Überraschungen."

Die erste war für viele Zuschauer der Verzicht auf eine Begleitband. "Brauche ich nicht", verkündete de Burgh dem Publikum, "ich habe ja Euch." Die 7000-stimmige Band hatte er. Und eine Stimme, die 180 Minuten problemlos durchhielt. Drei Stunden, in denen der Sänger die Zuhörer mitnahm auf eine Reise durch sein musikalisches Lebenswerk. Denn neben zahlreichen Songs des aktuellen Album "Road To Freedom" bot er Höhepunkte und Raritäten aus den letzten drei Jahrzehnten.

De Burghs treue Fans waren "High On Emotion"

Trotz der Größe der Halle kommt schnell eine fast intime Atmosphäre auf. Denn auf Showeffekte kann der als Christopher John Davidson in Argentinien geborene Diplomaten-Sohn verzichten. Dezent das Licht, sporadisch die Bewegungen - im Mittelpunkt steht die Musik.

Und der Kontakt zum überwiegend älteren Publikum. Zu fast jedem Song kann er eine Geschichte erzählen. Mit einem gewaltigen Schalk im Nacken plaudert er über Gefühle, Träume, Gedanken, bewegt sich dabei sicher auf dem schmalen Grad zwischen Frauenversteher und guter Kumpel. Bescheiden bedankt er sich mit einem tiefen Diener für jeden Applaus und zieht zwischendurch auch mal singend durchs Publikum - Shake Hands und Umarmungen inbegriffen. Ein Star zum anfassen, der bei seinen Konzerten offensichtlich ebenso viel Vergnügen hat wie seine Fans. "Ihr seid der Grund, warum ich immer noch das mache, was ich mache", lobt er die Zuhörer gegen Ende des Konzerts.

Während im Umland hunderte Babysitter Überstunden schieben müssen und Hunde vor der Haustür aufs nächste Gassi gehen warten, startet in der Halle ein furioses Finale. Eindringlich warnt Chris wieder einmal davor, den Fährmann vor Erreichen des anderen Ufers zu bezahlen und schwärmt von seiner "Lady In Red". Alle sind längst "High On Emotion", als de Burgh zum Abschluss ein Medley seiner persönlichen Party-Hits anstimmt. "A Hard Days Night" ist dabei und "American Pie". Zu "Hey Jude" verlässt die Jubilar nach mehreren Zugaben endgültig die Bühne. Nicht ohne vorher erzählt zu haben, dass es dieses Dortmunder Konzert in Kürze auf DVD geben werde. Die meisten der Besucher werden sie wohl kaufen. Obwohl sie das eigentlich nicht brauchen. Denn für sie wird dieser einmalige Abend auch so unvergesslich bleiben. Ein kleiner Ire ganz groß.

 

07.11.2004   Von Andreas Böhme

 

 

Artikel in der Westfälischen Rundschau am 08.11.2004

 

Familiäre Atmosphäre mit Chris de Burgh in der Westfalenhalle

 

   

 

Dortmund (dpa) - Die Westfalenhalle war am Samstagabend ausverkauft, aber die Stimmung war trotzdem kuschelig. Chris de Burgh wollte einen »intimate evening«, einen intimen Abend mit seinen Fans verbringen, und der Sänger schaffte es tatsächlich.

Chris de Burgh ließ die riesige Arena zum heimeligen Wohnzimmer für sich und die 7500 Zuschauer schrumpfen. Weil er in der Westfalenhalle seinen Durchbruch als Sänger schaffte, war er zwei Jahrzehnte später zurückgekommen für eine Solo- Show mit Gitarre und Klavier.

De Burgh spielte einen Mix aus alten und aktuellen Hits und garnierte den Abend mit Anekdoten und Geschichten. Streckenweise ähnelte das Konzert des in Irland lebenden Sängers einer Geburtstags- Party für seine besten Freunde: Schon vom ersten Stück an brachten Zuschauer Präsente wie Blumen oder eine Flasche Wein an den Bühnenrand. Einer der jüngsten Fans, ein sechsjähriges Mädchen, kam mit einem selbstgemalten Bild.

Ein Großteil der Zuschauer sang die Texte seiner Lieder Zeile für Zeile, Wort für Wort mit. Beim Stück »St.Peters Gate« wollte das Publikum partout eine Zugabe und sang a cappella weiter, bis der Meister wieder mit einstimmte.

Für die Lichteffekte hatten die Veranstalter das Publikum mit eingeplant. Auf beinahe allen Plätzen lagen kleine Leuchtstoff-Röhren für die Zuschauer, die das dunkle Rund der Westfalenhalle damit aussehen ließen wie einen riesigen Schwarm Glühwürmchen.

Einige der Fans hatten einen weiten Weg auf sich genommen, um beim Jubiläums-Konzert am Samstag im Ruhrgebiet dabei zu sein. So auch Maureen, Shenna, Debra und einige Freundinnen aus Sheffield, York, Manchester, Birmingham, London und anderen Städten in Großbritannien. »Wir sind 19 Stunden von England hergefahren«, erzählten sie.

07.11.2004   dpa


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Kommentar von Chris de Burgh zum Konzert in Dortmund
 (Originaltext hier: MOtL)

November 16, 2004
Editor’s note :
We’re interrupting the daily questions and answers today for a special message from Chris de Burgh.

Chris de Burgh:
A special comment about the Dortmund show on November 6th. After all the anticipation and preparation for this special anniversary night, for me it was even more amazing than my wildest dreams could imagine - the atmosphere, the energy and excitement of the crowd, and the waves of love that I felt on the stage. Thanks to all who were there, and I hope the recording reflects that wonderful night in the Westfalenhalle. I have one regret - that I never had a chance to personally say hello to all those at the Meet and Greet. Although these kind of events happen often in the music industry, I think that a combination of things created a mood of disappointment for some. I was told a different time to what others heard, I had no idea there would be so many, and in the end it was more of rush and crush than meet and greet!! I am totally focused just before a show, and such a big one meant a lot of pressure on me. It would have been better to meet fans 6 hours earlier, but this would have been impossible for some. There was a high level of expectation which may not have been fulfilled, so I am sorry if this was the case, we will get it right next time! Hopefully the three hour ten minute concert left everybody there with terrific memories!! Hope to see you again soon!
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