~ Gemeinsam - einsam ~

 

Du bist so fern und doch so nah,

auch wenn du gerade nicht bist da.

Meine Gedanken sind immer bei dir,

oft wünscht’ ich, du wärst jetzt bei mir.

 

Schließ ich die Augen, seh’ ich dein Gesicht,

auch wenn du nicht da bist, vergess ich dich nicht.

Werd’ ich morgens wach, denk’ ich an dich

und auch über Tag begleitest du mich.

Meinen letzten Gedanken schick’ ich abends zu dir

immer nur wünschend, du wärst jetzt bei mir.

Auch in meinen Träumen bin ich nicht allein,

denn im Traum können beisammen wir sein.

 

Bist du auch leider gerade nicht da,

im Herzen da bin ich trotzdem dir nah’.

Ich schließ’ jetzt die Augen, seh’ dein Lächeln vor mir

und fühl’ mich, als wärst du wirklich bei mir.

 

Doch sind wir auch voneinander getrennt,

die Flamme im Herzen weiterhin brennt.

Wie weit du auch weg bist, für mich bist du nah’

die Nähe im Herzen, die zählt, die ist da.

Liebe ist nicht einfach, sie ist auch kein Spiel

und oft verlangt sie ganz schön viel.

Prüfungen muss man ein Leben lang bestehen,

egal, wie viel Jahre dabei auch vergehn.

 

Doch was es auch ist, es geht leichter gemeinsam

selbst wenn man dabei ist manchmal sehr einsam.
 

by Ela / July 2004
           
 

~ Abschied ~

 

Und auch heute ist es wieder da,

so, wie es schon an vielen Tagen war.

Dieses wehe Gefühl, den Tränen so nah,

genauso, wie schon so oft es jetzt war.

Und jedes Mal wieder da denke ich,

nein, dieses Mal, da trifft es mich nicht.

Ich reiß mich zusammen, mit all meiner Kraft,

doch leider - mal wieder - hab ich’s nicht geschafft.

Ein Lächeln zum Abschied, mach’s gut, pass gut auf

und schon steigen wieder die Tränen leis’ auf.

Ich gehe zum Fenster, um dir nachzuschauen,

du schaust auch zu mir, darauf kann ich bauen.

Ein Winken zum Abschied, der übliche Brauch,

selbst ohne zu schauen, weiß ich, du winkst auch.

 

Die Wohnung ist plötzlich so leer und so still,

ich sitz hier und weiß nicht so recht, was ich will.

Ich will so gern stark sein, das wär doch gelacht,

wo wir doch so viel schon gemeinsam vollbracht.

Ich weiß dass es sein muss, es gibt keine Wahl,

doch mindert auch das leider nicht meine Qual.

 

Gerade am Abend fällt’s mir furchtbar schwer,

ich fühl mich so einsam und unendlich leer.

So stark ich auch sein will, ich krieg es nicht hin,

dass ich wenigstens einmal nicht traurig bin.

Nun ja, ich muss lernen damit umzugehn,

ich werd es schon schaffen, werd nicht untergehn.

Ich weiß, ich muss stark sein, tagein und tagaus

wen geht’s schon was an, wie es innen sieht aus.

 

Darum kommt auch morgen ein Lächeln auf’s Gesicht,

wie es drunter aussieht, das sieht man ja nicht.

Nach außen stets freundlich, so soll es schon sein,

traurig ist man besser für sich ganz allein.

So ist halt das Leben, oft hart und oft schwer

und trotz alledem liebe das Leben ich sehr.

Ich fang mich schon selbst auf und krieg’s wieder hin,

ich weiß es genau, ich weiß, wie ich bin.

 

Nur manchmal müssen die Gedanken halt raus,

sonst halte auch ich es einfach nicht aus.

Manch einer tobt, manch einer schreit,

mich halt manchmal ein Reim schon befreit.

Jetzt nochmal tief schnaufen, dann ist es schon gut,

die Tränen sind trocken, ich find’ neuen Mut.

Und irgendwann schaff ich’s, ich weiß es genau

dass ich dir tatsächlich lächelnd nachschau.

by Ela / September 2004