T ü r k e i


 

 

 

 

Blaue Reise Kemer - Kekova - Kemer vom 22.07. - 05.08.2006

1. Woche auf der Neseli II
2. Woche auf der Kaptan Hüseyin A

Teil 2

 

 

Wir sind dann also auf der Kaptan Hüseyin A eingezogen, haben uns mit der Crew bekannt gemacht und schauten uns erstmal in aller Ruhe das Schiff an, das gerade einmal 3 Monate als ist und - wir kamen aus dem Staunen nicht heraus - nicht nur über angenehm große Kabinen, sondern auch tatsächlich über eine richtige Duschkabine verfügt. Sowas hatten wir in den ganzen Jahren noch nie erlebt ! Wir waren also entsprechend begeistert und konnten kaum fassen, dass wir zweimal hintereinander ein solches Glück mit unseren Schiffen hatten :-).

Wie geplant, traf dann auch der Großteil unserer Mitreisenden ein - zwei Familien und ein (italienisches) Pärchen aus Belgien und ein junges Pärchen aus Deutschland. Da der Flug der beiden weiteren Mitreisenden aus der Schweiz leider erhebliche Verspätung hatte, konnten wir doch nicht - wie wohl erst vorgesehen - an diesem Abend noch auslaufen, sondern erst am nächsten Morgen. Uns jedoch kam das gerade recht, da wir doch diesen Abend gemeinsam mit Ozan verbringen wollten und so machten wir uns nach dem Abendessen gemeinsam mit Ozan, Christopher und Karolin auf den Weg in die Stadt. Wir fanden nach einigem Suchen ein gemütliches Lokal, in dem wir einige Stunden gemütlich sitzen und gemeinsam plaudern konnten. Auch ein Anruf bei Selma durfte natürlich nicht fehlen, die hoffte, dass sie uns in der Folgewoche noch einen kurzen Besuch abstatten könnte - was dann aber leider doch nicht geklappt hat. Schade, so konnten wir sie, Fitnat und Bilal dieses Mal leider nicht treffen.

Nach einem sehr schönen Abend mit Ozan, Christopher und Karolin ging es dann zurück zum Schiff, da wir nach der letzten doch recht kurzen Nacht nun doch ein wenig Müdigkeit verspürten.

Am nächsten Morgen liefen wir dann, wie bereits in der vorigen Woche, kurz nach dem Frühstück und dem Besuch der Reiseleiterin aus.
Die Woche gestaltete sich ähnlich wie die vorige - wir genossen die herrlichen Buchten, hatten alle gemeinsam viel Spaß beim Schwimmen, Springen, Tauchen und Schnorcheln und die noch junge Crew versuchte, all unsere Wünsche zu erfüllen - selbst der beim Bau des Schiffes wohl  "vergessene" Wasserschlauch zum Abduschen nach dem Schwimmen wurde in Finike von unserem Koch selbst gebastelt und quasi über Nacht angebracht. Echt spitze !

Während die anderen Mitreisenden ihren Ausflug nach Myra machten, hatten wir doch tatsächlich das Glück, dass Hakan mit seinem Schiff, der Akis, direkt neben uns ankerte. Er hatte von Ozan schon erfahren, mit welchem Schiff wir unterwegs sind und stattete uns sofort einen Besuch ab. So saßen wir also gemütlich beisammen, freuten uns gemeinsam mit ihm darüber, dass er endlich kaptan ist, erzählten und genossen einfach, dass wir mal wieder ausgiebig miteinander reden konnten. Von ihm erfuhren wir dann auch, auf welchem Schiff Salih derzeit fährt und dass wir ihm vielleicht auch noch auf unserer Rückreise begegnen könnten.

Dieses Mal legten wir vor dem Besuch von Kaleköy noch einen Zwischenstopp in Ücagiz ein, welchen Joe, Christopher und unser kaptan Taifun nutzten, um sich dort rasieren zu lassen. Anschließend ging es dann nach Kaleköy, wo wir uns den Aufstieg zur Burg wieder ersparten und es uns statt dessen in einem gemütlichen kleinen Restaurant mit Blick auf's Meer gemütlich machten. Die anderen gesellten sich dann nach ihrem vollbrachten Aufstieg noch auf ein Getränk zu uns, so dass wir uns anschließend gemeinsam wieder auf den Rückweg zu unserem Schiff machten.

Da dieses Mal außer uns beiden und Carloine und Christopher, die noch ein wenig schwimmen und relaxen wollten, wieder alle den Ausflug nach Aricanda gebucht hatten, bummelten wir nachmittags zu zweit ein wenig durch Finike, kauften Mitbringsel für unsere Nachbarn, die Jahr für Jahr so lieb sind, und unsere beiden Stubentiger versorgen, tranken cay und genossen anschließend, da dieses Mal kein Hamam-Besuch anstand, noch eine erfrischende Dusche in der ausgesprochen schönen Hafenanlage in Finike.

Als die anderen zurückkamen, machten wir uns mit einem Teil unserer Gruppe auf den Weg zu "unserem" berber.  Auch dieses Mal waren alle begeistert und hatten viel Spaß und ich hatte mal wieder Gelegenheit, mit dem freundlichen netten Sohn ein kleines bißchen Türkisch zu plaudern. Anschließend ging es zurück zum Schiff, wo wir schon sehnlichst erwartet wurden, denn unser Barbecue war schon längst fertig und wartete darauf, endlich gegessen zu werden. Nach dem Essen kam dann spontan "Spiellaune" auf. Einige Spiele ließen uns aus dem Lachen  kaum noch herauskommen und wir hatten sehr viel Spaß. Gegen 23.00 Uhr wollten wir dann doch noch ein wenig tanzen gehen, und so zogen wir gemeinsam los. Wir kehrten in das gleiche Lokal ein wie in der Vorwoche und hatten das Glück, dort wieder diese richtig gute türkische Live-Musik erleben zu dürfen. Einige unserer Gruppe leisteten uns dann noch eine Weile Gesellschaft. Da wir beide uns noch einen unserer Lieblingssongs gewünscht hatten, blieben wir natürlich noch länger und hatten tatsächlich das Glück, dass unser Musikwunsch auch erfüllt wurde. Es versteht sich von selbst, dass wir dazu natürlich dann auch auf der Tanzfläche zu finden waren, wo wir direkt von einer - wie sich später herausstellte - in Österreich lebenden Türkin angesprochen wurden, da wir die einzigen Nicht-Türken dort gewesen sind. Die nette junge Frau kam nachher noch zu uns an den Tisch um uns zu sagen, wie toll sie es findet, dass wir das alles so mitmachen und ob sie uns noch irgendwie behilflich sein könnte. Wir bedankten uns für ihr freundliches Angebot und erklärten ihr dann, dass wir seit nunmehr 10 Jahren regelmäßig in der Türkei Urlaub machen und am nächsten Tag auch Finike wieder verlassen würden. Wir haben uns noch ein wenig unterhalten und uns dann, als auch die Live-Musik zu Ende war, auf den Rückweg zu unserem Schiff gemacht.

Der Donnerstag war auch in dieser Woche wieder den verschiedenen Buchten gewidmet und ich ahnte noch nicht, was ich (Ela) an diesem Nachmittag noch erleben sollte :-).
Wir ankerten in Phaselis, unserer Übernachtungsbucht, als auf einmal ein Powerboot ankam, das Parasailing angeboten hat. Da sich sofort einige fanden, die das mitmachen wollten und Joe eh noch schnorcheln war, kümmerte ich mich zunächst nicht weiter darum und blieb gemütlich auf dem Schiff liegen. Gemeinsam mit dem Boot kam dann jedoch auch Joe zurück, der mich sofort fragte, ob ich nicht auch einen solchen Flug mitmachen wollte .... Schock ! Bevor ich richtig nachdenken konnte, hatte er schon mit Kiki, einer der Belgierinnen, ausgemacht, dass ich mit ihr im Tandem fliegen könnte und schwupps saßen wir im Powerboot. Zum Glück blieb mir nicht allzu viel Zeit, mir wegen meiner Höhenangst und meines "Nicht-Schwindelfrei-Seins" Gedanken zu machen, denn es ging recht schnell in die Ausrüstung und dann auch schon hoch in die Lüfte.
Ohne Kiki wäre ich sicher vor Angst dort oben gestorben, aber dank ihrer Hilfe schaffte ich es dann doch, diesen Flug zu genießen, wobei ich zugeben muss, dass ich mich bei über 60 m nicht so wirklich wohlgefühlt habe, aber ab ca. 30 - 40 m war dann auch für mich die Welt wieder in Ordnung. Es war auf alle Fälle ein tolles Erlebnis und ich bin froh, dass ich es mitgemacht habe.

Am Freitag besuchten wir gemeinsam mit Ahmet, unserem Schiffsjungen, erst noch einmal Ozan, der wegen Motorschaden seine Tour nicht durchführen konnte. Dann gab es noch einige sehr schöne Badestopps und beim letzten Stopp in der Paradise-Bucht trafen wir auch tatsächlich noch Salih, der auch gleich zu uns auf's Schiff kam. Wir plauderten ein wenig, dann schwamm er mit uns noch zu einer Höhle zwischen den Felsen und dann mussten wir uns auch leider schon wieder verabschieden, da es für uns Zeit wurde, unsere Fahrt in Richtung Kemer fortzusetzen. Aber auch wenn es nur ein kurzes Wiedersehen war, haben wir uns doch sehr gefreut und versprochen, uns bei ihm zu melden, falls wir es dieses Jahr schaffen, im Winter nochmal nach Antalya zu kommen.

Gegen 19.00 Uhr kamen wir dann im Hafen von Kemer an. Da wir bisher noch keine Gelegenheit hatten, irgendwelche Einkäufe zu tätigen, stand an diesem Abend nach dem Abendessen also erstmal ein Einkaufsbummel auf dem Programm. Christopher, der sich leider in Finike den Fuß verletzt hatte, bemühte sich tapfer mit den von Ahmet ausgeliehenen Krücken bis in die Stadt zu kommen, musste jedoch trotz aller Reparturversuche im ersten Geschäft aufgeben, da eine der Krücken immer wieder auseinanderbrach. Am späten Abend trafen wir dann einen Teil unserer Gruppe in dem Café direkt am Anfang der Fußgängerzone und saßen dort noch ein wenig zusammen. Joe und ich setzen und dann zum Abschied noch in eine kleine Bar am Hafen und gingen dann zurück zum Schiff mit dem traurigen Bewusstsein, dass am nächsten Tag unser Rückflug nach Deutschland anstand :-(.

Dieses Mal wurden Karolin und Christopher mitten in der Nacht abgeholt und wir leisteten ihnen bis dahin noch ein wenig Gesellschaft. Dann legten auch wir uns noch ein paar Stunden hin. Am nächsten Morgen gab es dann noch ein gemeinsames Frühstück und dann hieß es auch schon Abschied nehmen von der Crew und der Kaptan Hüseyin A, da diese den Platz im Hafen freimachen musste. Da viele von uns erst nachmittags bzw. abends ihren Rückflug hatten, konnten wir das Gepäck solange auf einem anderen Schiff unterstellen ... und hier schließt sich jetzt für uns der Kreis, denn dieses Schiff war die "Avuncan", ja, genau die, bei der wir bei unserer Ankunft fälschlicherweise gelandet waren :-).
Wir bummelten dann nochmal ein wenig durch Kemer, trafen dabei auch die Belgier nochmal und verabschiedeten uns dann endgültig, um uns im Hafen für den Heimflug fertig zu machen. Wie der Zufall es wollte, lag die Mavi Özgürlük, die inzwischen in den Hafen geschleppt wurde, direkt neben uns, so dass wir Ozan nochmal sehen konnten. Nachdem uns kurz vor unserer Abreise auf der "Avuncan" noch leckere Melone, Brot und Käse serviert wurden, begleitete uns Ozan dann noch zum Ausgang. Kaum, dass wir dort waren, kam auch schon unser Bus und es hieß nun wirklich Abschied nehmen :-(.

Der Heimflug verlief problemlos und gegen 22.30 Uhr sind wir dann im kalten und verregneten Frankfurt wieder gelandet und wären am liebsten sofort wieder nach Antalya zurückgeflogen.

Alles in allem waren es zwei wunderbare Wochen. Es war schön, dass wir so viele unsere Freunde wiedersehen konnten und von allen so herzlich aufgenommen wurde, obwohl wir uns nun ein ganzes Jahr nicht gesehen hatte. Es ist jedes Mal ein bißchen wie "Nach-Hause-Kommen", ein  Gefühl, das man mit Worten kaum beschreiben kann.

Auch unseren beiden Crews - der von der Neseli II und der von der Kaptan Hüseyin A - sowie unseren Mitreisenden auf beiden Schiffen ein DANKESCHÖN für die schöne gemeinsame Zeit !