T ü r k e i


 

 

 

 

Blaue Reise Kemer - Kekova - Kemer vom 23.07. - 30.07.2005
anschließend Hotel Gelidonya in Kemer bis 06.08.2005

Teil 1

 

 

Dieses Jahr hatten wir eigentlich geplant, die Blaue Reise auf dem gleichen Schiff zu verbringen wie letztes Jahr und auch unsere Freunde aus der Türkei wollten die Woche gemeinsam mit uns auf der Mavi Özgürlük verbringen. Leider hat dies jedoch aufgrund der wohl mehr als chaotischen Organisation der Yachting-Agentur nicht geklappt. Nicht nur, dass wir nicht für „unser“ Schiff vorgesehen waren, nein viel schöner, wir waren für gar kein Schiff vorgesehen !

 Aber unser Reiseleiter gab nicht auf, telefonierte hierhin und dorthin und schließlich sollten wir dann an Board der DRAGON gehen.
Die Dragon hat 6 Kabinen und war sicher einmal ein sehr schönes Schiff, ist inzwischen aber leider ein wenig „in die Jahre gekommen“. Dies machte sich hauptsächlich an den sanitären Einrichtungen bemerkbar, wobei zu bemerken ist, dass wir zum ersten Mal seit 1997 (!) wieder eine Toilette mit Pumpe hatten. Nun ja - es gibt ja zum Glück oft genug die Möglichkeit, die sauberen und wohlriechenden Hafenduschen/-toiletten aufzusuchen, was wir dann auch bei jeder Gelegenheit getan haben.

Unsere Crew bestand aus drei jungen Kerlchen - dem kaptan Barki, dem Koch Kadir und Mehmet, der sich um alles gekümmert hat.

Als wir samstags am späten Nachmittag (unser Flug hatte 1,5 Stunden Verspätung) auf der DRAGON ankamen, war erst eine der Mitreisenden anwesend, Maureen, eine gutgelaunte, lustige Kanadierin. Wir hatten jedoch kaum Zeit, uns mit ihr bekanntzumachen, da wir vor unserer Abreise wenigstens noch Selma treffen wollten, die sich in einem Hotel in Camyuva aufhielt. Sie ließ uns von Freunden mit dem Auto abholen und wir verbrachten ein paar gemütliche gemeinsame Stunden, bevor sie uns wieder nach Kemer zurückbrachte und wir verabredeten, uns in der Woche nach der Blauen Reise auf jeden Fall nochmals zu treffen.

In der Nacht trafen dann die weiteren Mitreisenden ein. Wir waren eine bunt gemischte Truppe, bestehend aus zwei Pärchen aus Holland, einer Familie aus Belgien (4 Personen), der Kanadierin und uns beiden. Wie sich im Laufe der Woche herausstellte, hatten wir alle die gleichen Vorstellungen von Urlaub auf dem Schiff und verstanden uns prima. Es war oft lustig, wie wir in den verschiedensten Sprachen und Dialekten versuchten, uns zu verständigen und es funktionierte immer. Oft gab es einen lustigen Mischmasch aus allen möglichen Sprachen: englisch, deutsch, flämisch, türkisch - ja sogar auf spanisch oder französisch wurde zurückgegriffen, wenn es mal gar nicht anders ging.

Tagsüber genossen wir die Fahrt mit dem Schiff, das Schwimmen in dem herrlichen, glasklaren Wasser der verschiedenen Buchten und einige der Mitreisenden nahmen an verschiedenen Ausflügen teil, die wir uns bei der Hitze ersparten, da wir ja alles bereits in den Vorjahren gesehen hatten.

Worauf wir jedoch trotz der hohen Temperaturen nicht verzichteten, war der Aufstieg zur Burg auf Kaleköy. Joe war vor einigen Jahren schon einmal ganz oben, ich hatte es bisher nie weiter als bis zur Hälfte geschafft. Aber dieses Mal hielt ich durch bis zum Gipfel und muss sagen, es hat sich wirklich gelohnt ! Der Ausblick von dort oben ist einfach traumhaft schön. Es war nur gut, dass ich zu der Zeit noch nicht wußte, wie steil und unbefestigt auch der Abstieg sein würde ... und ich bin doch nicht schwindelfrei. Aber auch das habe ich mit Hilfe von Joe prima bewältigt, und war wirklich stolz, dieses Mal endlich ganz oben mit dabei gewesen zu sein !

In Finike stand natürlich wieder der inzwischen schon obligatorische Hamam-Besuch auf dem Programm, worauf ich (Ela) allerdings dieses Mal wegen einer sehr starken Erkältung leider verzichten musste. Ich besuchte statt dessen eine Apotheke, um mich dort mit Medikamenten zu versorgen. Joe wurde auch dieses Jahr im Hamam direkt wieder erfreut begrüßt und auch der Anruf bei Salih, der uns vor Jahren zu diesem Hamam gebracht hat, durfte natürlich nicht fehlen.

So verbrachten wir alles in allem eine sehr gemütliche Woche auf dem Schiff. Das Essen war wie immer hervorragend, die Crew fand in Joe einen begeisterten Mitspieler für das tägliche Kartenspielen, abends wurde oft gemeinsam getanzt und einen Abend verbrachten wir an Land (Üçağiz),wo wir gemeinsam Wasserpfeife rauchten, erzählten, tanzten und einfach nur Spaß hatten.

Am letzten Abend in Kemer gingen wir zum Abschluss noch alle zusammen in die Moonlight-Bucht, wo wir es uns in der „Sir William’s-Bar“ gemütlich machten. Diese Bar zog uns gleich magisch an, da einer unserer Mitreisenden William heißt und sich natürlich riesig freute, uns in "seiner" Bar willkommen heißen zu dürfen.

Am Samstag morgen hieß es dann Abschied nehmen und für uns beide stand nun noch eine Woche im Hotel Gelidonya auf dem Programm.

 

Fortsetzung - Teil 2